Wilfried Hagebölling (*1941) schafft mit seiner architektonischen Skulptur „Ohne Titel“ ein intensives Spiel von Raum und Bewegung. Die Betonform erhebt sich über dem Boden, während ihre stählerne Negativform im Erdreich verborgen liegt. Bekannte Werke wie „Stollen“, „Passagen“ und „Kreuzgänge“ zeigen seine Faszination für begehbare Räume, doch hier lenkt er den Fokus auf die geistige Vorstellungskraft des Betrachters. Der Kontrast von Sichtbarem und Verdecktem, Positivem und Negativem verwandelt das Werk in eine Reflexion.

