Der denkmalgeschützte Altbau des Königin-Mathilde-Gymnasiums an der Vlothoer Straße wurde zwischen 1906 und 1908 als Königliches Lehrerseminar des damaligen Kreises Herford errichtet. Bauherr war der preußische Staat, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts eigenständige Seminargebäude für die Ausbildung von Volksschullehrern errichten ließ. Der dreigeschossige Backsteinbau ist symmetrisch angelegt und verfügt über einen hervorgehobenen Mittelrisalit mit repräsentativem Eingangsportal sowie große Rundbogenfenster im Erdgeschoss. Von 1908 bis zur Auflösung der Lehrerseminare in Preußen im Jahr 1926 wurde das Gebäude für die Lehrerausbildung genutzt. 1929 zog die damalige höhere Mädchenschule in das Haus ein und übernahm den gesamten Baukörper. Im Inneren befindet sich ein Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Seminaristen. Seit 1984 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt Herford eingetragen.

