Frühzeit

Herford gehört zu den ältesten Orten Westfalens und nahm seine historische Entwicklung an einem natürlichen Knotenpunkt: dem Zusammenfluss der Flüsse Werre und Aa. Die Lage war schon in der Jungsteinzeit attraktiv für Siedlungen, weil die breiten Auen und überflutungsfreien Terrassen ausreichend Wasser und fruchtbare Böden boten und gleichzeitig als unproblematische Übergänge über die Flüsse dienten. Die strategisch günstige Position im Schnittpunkt wichtiger alter Heer- und Handelswege gab dem Ort seinen Namen: „Herford“ bedeutet „Heeresfurt“ – eine Furt, die von Heeren genutzt wurde.

Der reale Beginn der städtischen Geschichte lässt sich mit der Gründung eines Damenstifts im späten 8. Jahrhundert datieren. Im Jahr 789 wurde dieses Stift für Frauen aus dem Hochadel errichtet und entwickelte sich bald zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum in der Region. Die Stiftskirche wurde religiös wie kulturell prägend für den Ort und zog Kaufleute, Handwerker und weitere Gemeinschaften an, die schließlich die städtische Siedlung rund um das Stift formten.

Diese frühe Entwicklung ist auch heute noch im Stadtbild spürbar: Unter dem zentralen Münsterplatz lagen früher wichtige Teile des Stiftsgebäudes, deren Bodenreste heute als Bodendenkmal erhalten sind.

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