Rathaus

Das Rathaus Herford wurde 1913–1917 im neobarocken Stil nach Plänen des Architekten Paul Kanold auf dem Gelände der ehemaligen Fürstabtei Herford errichtet und bildet mit der Markthalle ein prägendes städtebauliches Ensemble im Zentrum der Altstadt. Es besteht aus einem 87 Meter langen Hauptflügel mit zwei vom Grundriss unterschiedlichen Seitenflügeln und einem turmartig erhöhten mittleren Teil mit Dachreiter. Der große Ratssaal im Inneren hat eine seltene runde Form, die nur in wenigen deutschen Rathäusern zu finden ist. Im Ostflügel befindet sich die Gedenkstätte „Zellentrakt“ in den früheren Gefängnisräumen der Polizeiwache, die an die Opfer der NS‑Gewaltherrschaft erinnert. Vor dem Rathaus steht ein Brunnen mit Stiftsdame und Delphin, der an die Geschichte der Fürstabtei Herford erinnert. Das Gebäude steht seit 1981 unter Denkmalschutz.

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