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Blaufärberei

Das Gebäude an der Komturstraße 18/20 in Herford wurde 1856/1857 als Betriebsstätte der Leinenkittel-Blaufärberei Budde & Münter errichtet. Ab 1867 nutzten Wilhelm und Gustav Ernstmeier den Standort zur Herstellung textiler Verpackungsmaterialien. 1882 verlagerten sie die Produktion an die Mindener Straße. Um 1900 ist eine Nutzung durch die Zucker- und Süßwarenproduktion der Firma Dresing dokumentiert.

In den folgenden Jahrzehnten diente das Gebäude unterschiedlichen gewerblichen Zwecken, darunter textile Verarbeitung sowie Lager- und Geschäftsnutzungen, unter anderem durch das Unternehmen Leder Kunst. In den 1960er Jahren wurde eine Etage als Veranstaltungsort für einen Jazz-Club genutzt, der nach baulichen Anpassungen in Betrieb ging. Diese Nutzung endete um 1970 nach der Kündigung des Mietverhältnisses. Anschließend stand das Gebäude über einen längeren Zeitraum leer.

Am 13. März 1985 wurde das Gebäude in die Denkmalliste der Stadt Herford aufgenommen. Seit den 2000er Jahren wurden unterschiedliche Konzepte zur Umnutzung diskutiert, darunter auch Planungen für eine Wohnnutzung im Loftstil.

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